Richard Lugner war einer der bekanntesten Unternehmer Österreichs und eine schillernde Persönlichkeit des Wiener Gesellschaftslebens. Als erfolgreicher Bauunternehmer, Gründer der Lugner City und Gastgeber prominenter Gäste beim Wiener Opernball verstand er es, geschäftlichen Erfolg mit medialer Aufmerksamkeit zu verbinden. Auch sein Privatleben, seine sechs Ehen und seine späte Hochzeit mit Simone Reiländer sorgten immer wieder für Schlagzeilen. Doch wer war der Mann hinter dem Spitznamen „Mörtel“, wie verlief seine Karriere und was ist über seine Todesursache bekannt?
Quick Bio: Richard Lugner im Überblick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Richard Siegfried Lugner |
| Geburtsdatum | 11. Oktober 1932 |
| Geburtsort | Wien, Österreich |
| Todesdatum | 12. August 2024 |
| Alter beim Tod | 91 Jahre |
| Nationalität | Österreichisch |
| Beruf | Bauunternehmer, Unternehmer und Society-Persönlichkeit |
| Spitzname | Mörtel |
| Bekannt für | Lugner City und Wiener Opernball |
| Letzte Ehefrau | Simone Reiländer |
| Ehen | Sechs |
| Kinder | Vier |
Wer war Richard Lugner?
Richard Siegfried Lugner war ein österreichischer Unternehmer, der sich über Jahrzehnte einen festen Platz in der Öffentlichkeit sicherte. Während er zunächst vor allem in der Bauwirtschaft tätig war, wurde er später auch durch Fernsehauftritte, gesellschaftliche Veranstaltungen und sein öffentlich inszeniertes Privatleben bekannt.
Geboren am 11. Oktober 1932 in Wien, entwickelte er schon früh Interesse an einer beruflichen Selbstständigkeit. Mit Ehrgeiz und Geschäftssinn baute er sein Unternehmen auf und machte sich mit Bauprojekten einen Namen. Sein Erfolg beruhte nicht allein auf handwerklichen und unternehmerischen Leistungen, sondern auch auf seiner Fähigkeit, Aufmerksamkeit für seine Vorhaben zu erzeugen.
Wer sich fragt, „who is Richard Lugner“, erhält deshalb eine Antwort, die über die Rolle eines klassischen Geschäftsmannes hinausgeht: Er war ein Bauunternehmer, ein geschickter Selbstvermarkter und eine Persönlichkeit, die das österreichische Society-Leben über viele Jahre mitprägte.
Richard Lugner jung: Die frühen Jahre und der Einstieg ins Baugeschäft
Die Jugend des späteren Unternehmers war von den schwierigen Verhältnissen der Kriegs- und Nachkriegszeit geprägt. Nach seiner Schulzeit und der Matura im Jahr 1953 sammelte Lugner berufliche Erfahrungen, bevor er sich auf die Baubranche konzentrierte.
Im Jahr 1962 machte er sich mit einem eigenen Bauunternehmen selbstständig. Anfangs lagen seine Tätigkeiten vor allem im Bereich Bauarbeiten, Renovierungen und Sanierungen. Mit wachsender Erfahrung konnte er auch größere Aufträge übernehmen und seine geschäftliche Stellung ausbauen.
Ein bedeutendes Projekt war die Errichtung der Wiener Moschee, die 1979 fertiggestellt wurde. Darüber hinaus war Lugner an verschiedenen Bau- und Sanierungsvorhaben beteiligt. Diese frühen Erfolge bildeten die Grundlage für seine spätere Bekanntheit als Unternehmer.
Der Weg vom Baugeschäft zur bekannten öffentlichen Marke war kein Zufall. Lugner setzte bewusst auf Präsenz, persönliche Kontakte und medienwirksame Auftritte. Diese Strategie begleitete ihn während seiner gesamten Karriere.
Karriere und Erfolg mit der Lugner City
Ein wichtiger Wendepunkt in seiner Laufbahn war die Eröffnung der Lugner City im September 1990. Das Einkaufszentrum im 15. Wiener Gemeindebezirk wurde zu einem bekannten Treffpunkt für Shopping, Kino und Veranstaltungen. Lugner setzte dabei auf ein Konzept, das Einkaufsmöglichkeiten mit Unterhaltung und öffentlichen Auftritten verband.
Mit prominenten Gästen, Autogrammstunden und Veranstaltungen machte er das Einkaufszentrum auch über Wien hinaus bekannt. Später wurde der Betrieb schrittweise an seine Familie übergeben. Seine Söhne Alexander und Andreas waren im Unternehmen tätig, während seine Tochter Jacqueline im Bereich der Lugner Kino City Verantwortung übernahm.
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Der geschäftliche Erfolg zeigt, dass Lugner nicht ausschließlich auf traditionelle Werbung setzte. Er verstand es, seine eigene Persönlichkeit als Teil der Unternehmensmarke einzusetzen. Diese Verbindung von Geschäft und Unterhaltung blieb eines seiner wichtigsten Erkennungsmerkmale.
Warum Richard Lugner beim Wiener Opernball berühmt wurde
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Der Wiener Opernball machte den Unternehmer zu einer international bekannten Society-Persönlichkeit. Über viele Jahre lud er prominente Schauspielerinnen, Models und andere bekannte Persönlichkeiten zu dem traditionsreichen gesellschaftlichen Ereignis ein.
Zu seinen Gästen gehörten unter anderem Sophia Loren, Pamela Anderson und Kim Kardashian. Die Auftritte wurden regelmäßig von österreichischen und internationalen Medien begleitet. Lugner verstand es, aus diesen Einladungen ein öffentliches Ereignis zu machen, das weit über den eigentlichen Ballabend hinaus Aufmerksamkeit erzeugte.
Seine Strategie war nicht unumstritten. Während einige seinen Geschäftssinn und seine unterhaltsame Art schätzten, kritisierten andere die starke Inszenierung. Unabhängig davon wurde der Name Lugner über Jahrzehnte mit dem Wiener Opernball verbunden.
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Richard Lugners Ehepartnerinnen: Sechs Ehen und ein bewegtes Privatleben
Das Privatleben des Unternehmers war regelmäßig Gegenstand der österreichischen Boulevardberichterstattung. Insgesamt war er sechsmal verheiratet. Besonders seine späteren Beziehungen wurden häufig öffentlich begleitet.
Seine erste Ehefrau war Christine Gmeiner. Die beiden heirateten 1961 und bekamen zwei Söhne. Nach rund 17 Jahren endete die Ehe, dennoch blieb die Verbindung zur Familie auch beruflich bedeutsam.
1979 heiratete Lugner Cornelia Hahn, geborene Laufersweiler. Diese Ehe wurde 1983 geschieden. Seine dritte Ehe schloss er 1984 mit Susanne Dietrich. Nach der Scheidung starb sie 1989 infolge von Komplikationen nach einer Schönheitsoperation.
Besonders bekannt wurde seine vierte Ehe mit Christina „Mausi“ Lugner. Die Hochzeit fand 1991 statt, die gemeinsame Tochter Jacqueline wurde 1993 geboren. Das Paar trat häufig gemeinsam bei gesellschaftlichen Veranstaltungen und im Fernsehen auf. 2007 folgte die Scheidung.
2014 heiratete Lugner die deutsche Cathy Schmitz im Wiener Schloss Schönbrunn. Die Beziehung endete 2016. Seine sechste und letzte Ehe schloss er am 1. Juni 2024 mit Simone Reiländer im Wiener Rathaus. Die Hochzeit fand nur wenige Wochen vor seinem Tod statt.
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Richard Lugner Kinder: Wer gehört zu seiner Familie?
Richard Lugner hatte vier Kinder aus drei verschiedenen Beziehungen. Seine beiden Söhne Alexander und Andreas stammen aus der ersten Ehe mit Christine Gmeiner. Beide waren später auch im geschäftlichen Umfeld ihres Vaters tätig.
Seine Tochter Nadin Jeannine Cutter stammt aus einer Beziehung mit der Schauspielerin Sonja Jeannine. Sie verbrachte einen großen Teil ihres Lebens in den USA und stand weniger im Mittelpunkt der österreichischen Öffentlichkeit.
Die jüngste Tochter, Jacqueline Lugner, stammt aus der Ehe mit Christina „Mausi“ Lugner. Sie wurde 1993 geboren und war durch ihre Eltern früh mit dem öffentlichen Leben vertraut. Später übernahm sie Aufgaben im Familienunternehmen, insbesondere im Zusammenhang mit der Lugner Kino City.
Trotz der Bekanntheit ihres Vaters hielten sich einige seiner Kinder weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Die Familie blieb jedoch ein wichtiger Teil seines Lebens und der Zukunft seiner Unternehmen.
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Richard Lugner Todesursache: Was ist über seinen Tod bekannt?
Richard Lugner starb am 12. August 2024 im Alter von 91 Jahren in seiner Villa im Wiener Bezirk Döbling. In den Monaten zuvor hatte er zunehmend mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Besonders seine Herzgesundheit stand zuletzt im Mittelpunkt der Berichterstattung.
Im Juli 2024 wurde er im Wiener Allgemeinen Krankenhaus wegen eines Einrisses an einer Herzklappe operiert. Der Eingriff erfolgte mit einer Clipmethode über eine Vene. Kurz danach äußerte er sich zunächst optimistisch über seinen Zustand. Wenige Wochen später starb er dennoch.
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Bei der Frage nach der genauen Todesursache ist eine sachliche Unterscheidung wichtig: Medienberichte stellten einen Zusammenhang mit seinem geschwächten Gesundheitszustand und der vorausgegangenen Herzoperation her. Eine eindeutig bestätigte medizinische Todesursache lässt sich aus diesen Berichten jedoch nicht ableiten.
Bereits 2016 war bei Lugner Prostatakrebs diagnostiziert worden. Nach einer Behandlung erklärte er die Erkrankung später für überwunden. Sein Tod löste in Österreich große Anteilnahme aus, da er über Jahrzehnte zu den bekanntesten Unternehmern des Landes gehört hatte.
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Richard Lugner und seine politischen Ambitionen
Neben seiner Tätigkeit als Bauunternehmer versuchte sich Lugner auch in der Politik. 1998 kandidierte er bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl und erreichte 9,91 Prozent der Stimmen. Mit der politischen Gruppierung „Die Unabhängigen“ trat er 1999 außerdem bei der Nationalratswahl an.
2016 kandidierte er erneut für das Amt des Bundespräsidenten. Bei dieser Wahl erhielt er 2,26 Prozent der Stimmen. Auch wenn seine politischen Ambitionen nicht zum angestrebten Erfolg führten, zeigten sie seinen Wunsch, sich über die Wirtschaft und das Gesellschaftsleben hinaus in Österreich einzubringen.
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Das Vermächtnis eines außergewöhnlichen Unternehmers
Richard Lugner verband wirtschaftlichen Erfolg mit einem ausgeprägten Gespür für öffentliche Aufmerksamkeit. Mit der Lugner City schuf er ein bekanntes Einkaufszentrum in Wien, während seine Einladungen zum Opernball seinen Namen international bekannt machten. Sein Privatleben, seine sechs Ehen und seine politischen Auftritte ergänzten das Bild einer Persönlichkeit, die sich selten aus der Öffentlichkeit zurückzog.
Auch nach seinem Tod bleibt sein Name eng mit der österreichischen Unterhaltungs- und Wirtschaftsgeschichte verbunden. Für Leserinnen und Leser von Zeit Heute bietet seine Lebensgeschichte einen Einblick in den Werdegang eines Unternehmers, der nicht nur durch seine Bauprojekte, sondern auch durch seine besondere Art der Selbstinszenierung in Erinnerung geblieben ist.
